Kammerjäger in allen dreißig Ortsbezirken
Ratten am Ufer, Mäuse im Herbst, Marder auf dem Dachboden – je nach Lage in Koblenz kommen andere Schädlinge, andere Probleme, andere Lösungen.

Ratten am Ufer, Mäuse im Herbst, Marder auf dem Dachboden – je nach Lage in Koblenz kommen andere Schädlinge, andere Probleme, andere Lösungen.
Koblenz liegt am Zusammenfluss von Rhein und Mosel, und genau diese Lage bestimmt, mit welchem Schädling man es zu tun hat. An den Ufern sind Ratten das häufigste Problem, begünstigt durch Kanalnähe, Gärten und Gewässer. In den Hanglagen oberhalb der Flüsse mischen sich Marder und Mäuse mit gelegentlichen Wespennestern an Fassaden. Auf dem Plateau, in den höher gelegenen Ortsbezirken, dominieren Mäuse im Herbst und Marder im Winter, dazu Ameisen im Frühjahr an Terrassen und Gehwegplatten. Wer den Befall meldet, bekommt eine auf die Lage abgestimmte Einschätzung, keine Schablone.
Erkennbar ist ein Befall meist an eindeutigen Spuren: Kotspuren an Laufwegen, Nagespuren an Kabeln und Holz, Flugbewegungen an der Fassade, Kratzgeräusche im Dachboden nachts, kleine dunkle Punkte an Matratzennähten. Manche Zeichen sind offensichtlich, andere fallen erst auf, wenn der Befall schon fortgeschritten ist. Deshalb lohnt sich eine Begehung, sobald der erste Verdacht besteht – ein Kammerjäger erkennt die Art meist schon an der Spur, bevor das Tier selbst sichtbar wird. Das entscheidet auch, welches Verfahren infrage kommt.
Die Bekämpfung selbst richtet sich nach Art, Befallsstärke und Ort: Köderstationen für Nager, Absaugung und Hitzebehandlung bei Bettwanzen, Umsiedlung bei Mardern nach Prüfung der Rechtslage, mechanische Entfernung bei Wespennestern. Die Dauer schwankt zwischen einem einzelnen Termin und mehreren Wochen Nachkontrolle, je nachdem, wie tief sich die Tiere eingenistet haben. Der Aufwand hängt von der Bausubstanz ab, von Nachbarschaft und Kanalanschluss, von der Jahreszeit. Genau deshalb steht am Anfang immer eine Begehung vor Ort, nicht eine Ferndiagnose.
Unklar, wo Sie anfangen sollen? Ein Anruf genügt.
Jetzt anrufenAb Frühjahr, meist März bis Mai, tauchen Ameisen an Terrassen, Fugen und Gehwegplatten auf, oft in Höhenlagen mit trockenem Boden. Etwas später, mit den ersten warmen Tagen, beginnen Wespen Nester an Rollladenkästen, Dachüberständen und Gartenhäusern zu bauen – das Zeitfenster für eine frühe, kleine Entfernung ist im Mai und Juni am günstigsten, bevor das Volk im Hochsommer seine größte Stärke erreicht. Wer im Juli ein fußballgroßes Nest entdeckt, hat es meist schon mit hunderten Tieren zu tun, nicht mit einem Dutzend.
Mit dem Herbst, etwa ab Oktober, suchen Mäuse die Wärme der Gebäude und wandern über Kellerschächte, Rohrdurchführungen und Türspalten ein, in Höhenlagen häufiger als am Ufer. Der Winter gehört dem Marder: Dachböden bieten Wärme und Ruhe, gerade in Hang- und Höhenlage mit älterer Bausubstanz. Ratten dagegen zeigen sich ganzjährig an den Ufern von Rhein und Mosel, mit einem spürbaren Anstieg im Spätsommer, wenn Nahrung im Freien knapp wird und die Tiere näher an Gebäude rücken. Schaben und Bettwanzen kennen dagegen keine Saison – sie treten das ganze Jahr über auf, unabhängig vom Wetter.
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